{"id":847,"date":"2021-05-08T15:10:34","date_gmt":"2021-05-08T13:10:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=847"},"modified":"2021-05-08T15:12:19","modified_gmt":"2021-05-08T13:12:19","slug":"newsletter-vom-9-5-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=847","title":{"rendered":"Newsletter vom 9. 5. 2021"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Newsletter-210509.pdf\">Newsletter vom 9.5.2021<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Newsletter-210509.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2>KV-Reform \"Kaufleute 22\" \u2013 ein weiterer Bildungsabbau der schlimmeren Sorte<\/h2>\n<p>Dieses Thema zum Schwerpunkt des Newsletters zu machen, dr\u00e4ngt sich angesichts des Ernstes der Lage auf. Als ehemalige KV-Lehrerin erlaube ich mir, diesen Teil etwas ausf\u00fchrlicher zu gestalten.<!--more--><\/p>\n<p>Das KV ist eine der solidesten und von Eltern und Jugendlichen ausserordentlich gesch\u00e4tzten Berufslehren. Die Zahl der KV-Lehrvertr\u00e4ge besetzt seit vielen Jahren den Spitzenplatz in der Schweizer Berufsbildung. Und wie sieht die \"Reform\" aus? Statt guter fachlicher Kenntnisse in Deutsch, zwei Fremdsprachen, \"Wirtschaft und Gesellschaft\" (Recht, Volkswirtschaftslehre, Staatskunde, Rechnungswesen) und in weiteren Grundlagenf\u00e4chern sollen die Sch\u00fcler nun in einem inhaltlichen Chr\u00fcsim\u00fcsi von f\u00e4cher\u00fcbergreifenden \"Handlungsbausteinen\" sogenannte \"Handlungskompetenz\" erwerben. Dies selbstverst\u00e4ndlich mit \"selbstorganisiertem\" Tun \u2013 das kennen wir zur Gen\u00fcge vom Lehrplan 21.<\/p>\n<p>Carl Bossard legt bereits im Titel seines Beitrags den Finger auf den wunden Punkt: \"Reform ohne p\u00e4dagogische Basis!\" (Sein Fragezeichen erlaube ich mir hier in ein Ausrufezeichen umzuwandeln): \"Kompetenzen brauchen immer ein Wissensfundament. Das Denken folgt dem Wissen, das K\u00f6nnen dem Ge\u00fcbt-Haben. Eine p\u00e4dagogische Konstante!\" Besser kann man diesen Pfeiler unserer einst vortrefflichen Bildung nicht benennen. Das ganze Kompetenzgeschwafel l\u00f6st sich damit in Luft auf.<\/p>\n<p>Ein M\u00fcsterli gef\u00e4llig? \"Diese Handlungsbausteine sind eine wichtige Gelingensbedingung f\u00fcr die Umsetzung der Handlungskompetenzorientierung.\" (https:\/\/www.skkab.ch\/aktuell\/neue-lernmedien\/). \"Gelingensbedingung\" \u2013 eine irre Wortsch\u00f6pfung! Unser Freund Carl w\u00fcrde, wie wir auch, die \"Gelingensbedingung\" f\u00fcr erfolgreiches Lernen ganz anders beschreiben\u2026<\/p>\n<h4>\"Wozu lernen wir das?\"<\/h4>\n<p>In meinen Klassen in der gewerblichen Berufsschule und im KV hat immer einmal wieder eine Sch\u00fclerin gefragt: \"Wozu lernen wir das? In meinem Betrieb m\u00fcssen wir das gar nicht k\u00f6nnen.\" Das war jeweils eine herrliche Gelegenheit, um mit der Klasse ins Gespr\u00e4ch zu kommen \u00fcber das Lernen und den Sinn der Bildung \u2013 weit \u00fcber das Berufsleben hinaus. Da \u00f6ffneten sich die K\u00f6pfe und die Herzen meiner Sch\u00fcler f\u00fcr das Abenteuer, Neues zu erfahren, den eigenen Horizont zu erweitern.<\/p>\n<p>Das Ziel der KV-Reform 22 steht diametral im Gegensatz zu dieser unverzichtbaren Aufgabe der Berufsschulen, die Jugendlichen nicht nur f\u00fcr ihren Beruf auszubilden, sondern ihnen auch den Schatz eines breiten Wissens aufzutun und sie einzuladen, Ungewohntes auszuprobieren und kennenzulernen. Auf der Homepage des KV Luzern, deren Link Carl Bossard in einer Fussnote angibt, lesen wir mit Befremden: \"Die Ausbildungsinhalte sind noch st\u00e4rker auf die Bed\u00fcrfnisse des Arbeitsmarkts, der verschiedenen Branchen und damit der Betriebe ausgerichtet, was einen h\u00f6heren Praxisnutzen bedeutet\". Ein Bildungsverantwortlicher aus der Wirtschaft legt nach: \"Dadurch k\u00f6nnen wir den Betrieben eine attraktivere Lehre anbieten \u2013 was sich positiv auf die Ausbildungsbereitschaft auswirken wird.\"<\/p>\n<p>Sollen also die Jugendlichen in der Berufsschule so zurecht-gschtr\u00e4let werden, dass sie einen \"h\u00f6heren Praxisnutzen\" bringen? Soweit kommt's noch! Die Schweizer Unternehmer in KMUs und Grossbetrieben hatten bisher immer gen\u00fcgend \"Ausbildungsbereitschaft\", weil sie ihre Mitverantwortung f\u00fcr eine gute Ausbildung unserer Jugend und damit auch f\u00fcr deren F\u00e4higkeit und Bereitschaft, die Gesellschaft mitzutragen, wahrgenommen haben. Falls dies nicht mehr auf allen Chef-Etagen klar sein sollte, braucht es dringend Weiterbildungskurse f\u00fcr die Betriebsleitungen.<\/p>\n<h4>Eine Lanze f\u00fcr die schw\u00e4cheren Lerner!<\/h4>\n<p>Als Lehrerin am KV der Berufsschule B\u00fclach habe ich in B-Profil-Klassen das Sammelfach \"Wirtschaft und Gesellschaft\" unterrichtet. In diesen Klassen sitzen zum Teil Sch\u00fcler mit gr\u00f6sseren Lernschwierigkeiten neben anderen mit grossem Einsatz und Freude am Vorankommen, die h\u00e4ufig einen Abschluss im E-Profil oder sogar eine Berufsmatura anh\u00e4ngen, wenn sie in den drei Jahren ihrer Lehre dazu ermutigt werden. Die Klassen sind kleiner als die im E-Profil, weil hier viele ganz besonders eine gr\u00fcndliche Schulung und pers\u00f6nliche Betreuung durch die Lehrerin brauchen.<\/p>\n<p>Dieses B-Profil wollen die Reformer abschaffen, alle KV-Sch\u00fcler in einen Topf werfen. Es ist zu bef\u00fcrchten, dass die schw\u00e4cheren Sch\u00fcler, bei denen wir im B-Profil oft erfreuliche Resultate hinbrachten, dann im niederen EBA-Niveau landen (Eidgen\u00f6ssisches Berufsattest, entspricht etwa der fr\u00fcheren B\u00fcrolehre), also den EFZ-Status verlieren. Wenn sie keinen richtigen Grundlagen-Unterricht mehr erhalten, werden sie zu Hilfskr\u00e4ften degradiert werden, die einfache Handreichungen machen, fertige Dokumente herunterladen und Small-Talk statt etwas Vern\u00fcnftiges lernen. Die bringen dann eben einen \" h\u00f6heren Praxisnutzen\", auf Kosten ihrer pers\u00f6nlichen Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens soll das heutige M-Profil, die KV-Lehre mit Berufsmatura, mit dem bisherigen Fachunterricht aufrechterhalten werden. Wie mit dem Paradigmenwechsel in den \u00fcbrigen KV-Klassen die heute bestehende und funktionierende Durchl\u00e4ssigkeit erhalten werden soll, steht in den Sternen!<\/p>\n<h4>\"Kulturwandel\" oder Eingriff in die Lehrerpers\u00f6nlichkeit?<\/h4>\n<p>Und was ist f\u00fcr die Rolle der Berufsschullehrer geplant? Dreimal d\u00fcrfen Sie raten \u2013 oder reicht einmal? \"Die Lehrpersonen werden vermehrt zu Lernbegleiterinnen und -begleitern. An unserer Schule \u00fcben sie sich bereits heute in dieser Rolle, zum Beispiel im Projekt \u00abBegleitetes Selbstorganisiertes Lernen \u2013 BGSOL.\" (<em>Peter Kaeser, Direktor WKS KV Bildung, Bern).<\/em> Gleichzeitig wird die Verantwortlichkeit der KV-Lehrkr\u00e4fte f\u00fcr ihre Klassen und ihr Fach ganz einfach gestrichen: \"Zudem kommt auf die Lehrpersonen ein Kulturwandel zu: Sie m\u00fcssen vermehrt zusammenarbeiten. Toll w\u00e4re, wenn die SKKAB entsprechende Weiterbildungsmodule entwickeln w\u00fcrde.\" (<em>Daniela B\u00e4rtschi, Abteilungsleiterin KV Detailhandel, bz emme, Burgdorf).<\/em><\/p>\n<p>Als ob die Lehrer nicht gerne zusammenarbeiten w\u00fcrden! Da wird vom eigentlichen Ziel des \"Kulturwandels\" \u2013 der radikalen Aufl\u00f6sung der F\u00e4cher und der Abschaffung eines strukturierten Stoffaufbaus durch die Klassen- und Fachlehrerinnen \u2013 in raffinierter Weise abgelenkt. Gleichzeitig packt man die Leute auf der Ebene der Pers\u00f6nlichkeit und versucht sie zu verunsichern: Vielleicht fehlt's bei mir an der F\u00e4higkeit zur Zusammenarbeit? Und schon hat man sie am Wickel und l\u00e4hmt ihren Widerstand gegen die Sch\u00fcler-sch\u00e4digende Reform.<\/p>\n<p>Zwei Politikerinnen, die sich nicht vom Widerspruch abbringen lassen, kommen im letzten Beitrag unseres Newsletters zu Wort. Gut, dass Katja Christ und Samira Marti Antworten einfordern! Ihr Einsatz wird viele Menschen aufmerksam machen auf die geplante Bildungsmisere im KV.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h4>Brauchen Pubertierende mehr Schonung?<\/h4>\n<p>Nun ganz kurz zu den anderen, ebenfalls wichtigen Beitr\u00e4gen des Newsletters. Nach einem weiteren Beitrag zum Dauerthema \"Schulen im Corona-Stress\" folgt ein Artikel zur immer weiter nach vorn ger\u00fcckte Lehrstellensuche (\"Betriebe behandeln Jugendliche falsch\"): Ja, hier sollten die Oberstufenlehrer sich f\u00fcr \"mehr Schonung\" einsetzen. Es ist unsinnig, wenn Jugendliche unter Druck gesetzt werden, sich mit 14 Jahren sozusagen \"definitiv\" zu entscheiden, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Vielmehr sollten sie von uns Erwachsenen erfahren, dass es im Laufe des Lebens noch viele M\u00f6glichkeiten geben wird, andere Wege zu finden \u2013 wenn sie das wollen.<\/p>\n<p>Ganz anders gelagert ist die Frage, ob es f\u00fcr Jugendliche besser w\u00e4re, am Morgen sp\u00e4ter mit der Schule zu beginnen. Sollen wir den jungen Menschen beim nicht so einfachen \u00dcbergang ins Erwachsenenleben alle Steine aus dem Weg r\u00e4umen? Oder brauchen sie nicht eher Lehrerinnen und Lehrer, die ihnen die Realit\u00e4ten des Lebens vor Augen f\u00fchren, ihnen zutrauen, die n\u00f6tigen Schritte zu machen, und sie dabei von gleich zu gleich begleiten? Etwa in der Art des im Artikel erw\u00e4hnten Gemeinderats und Sek-Lehrers Stefan Urech. Er hat seiner Klasse die reale Lage vor Augen gef\u00fchrt: Sp\u00e4ter anzufangen hat Konsequenzen, n\u00e4mlich k\u00fcrzere Mittagspausen oder l\u00e4ngere Schulnachmittage. Darauf entschied sich die Klassenmehrheit f\u00fcr den Status quo.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Wenn die Jugendlichen nach der Sek eine Lehre machen, m\u00fcssen sie oft schon um 7 Uhr mit der Arbeit beginnen, f\u00fcnf Tage in der Woche, ohne freien Nachmittag. Als junge Berufsschullehrerin und ehemalige Gymi-Sch\u00fclerin habe ich einst gestaunt, wie schnell sich die 15-J\u00e4hrigen von der \"easy\" Oberstufe auf das \"harte Leben\" im Lehrbetrieb (Originalton meiner Sch\u00fcler) umgestellt haben. Die meisten schafften dies ohne zu jammern: Das Interesse am Neuen und der Stolz, jetzt \"zu den Erwachsenen zu geh\u00f6ren\", liess den Umstellungsstress in den Hintergrund treten. Nehmen wir die Jugendlichen also lieber gr\u00f6sser als kleiner!<\/p>\n<p>Trotz allem Unerfreulichen w\u00fcnsche ich Ihnen eine erspriessliche Lekt\u00fcre an diesem wundersch\u00f6nen Fr\u00fchlingswochenende<\/p>\n<p><em>Marianne W\u00fcthrich<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"430\" src=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt-1024x430.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-849\" srcset=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt-1024x430.png 1024w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt-300x126.png 300w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt-768x323.png 768w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt-1536x645.png 1536w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt-960x403.png 960w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Inhalt.png 2018w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Newsletter-210509.pdf\">Newsletter vom 9.5.2021<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Newsletter-210509.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KV-Reform \"Kaufleute 22\" \u2013 ein weiterer Bildungsabbau der schlimmeren Sorte Dieses Thema zum Schwerpunkt des Newsletters zu machen, dr\u00e4ngt sich angesichts des Ernstes der Lage auf. Als ehemalige KV-Lehrerin erlaube ich mir, diesen Teil etwas ausf\u00fchrlicher zu gestalten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-847","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-newsletter","7":"h-entry","8":"hentry","9":"h-as-article"},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=847"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/847\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":850,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/847\/revisions\/850"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=847"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=847"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}