{"id":1750,"date":"2026-02-21T15:32:33","date_gmt":"2026-02-21T14:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1750"},"modified":"2026-02-21T15:34:04","modified_gmt":"2026-02-21T14:34:04","slug":"newsletter-vom-22-februar-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1750","title":{"rendered":"Newsletter vom 22. Februar 2026"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-b0dcc706-2745-4c9b-a56d-498685cfb4f8\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Newsletter-260222.pdf\">Newsletter vom 22.2.2026<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Newsletter-260222.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-b0dcc706-2745-4c9b-a56d-498685cfb4f8\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"western\">\u00abDie entscheidende Frage ist nicht, wie modern die Schule ist, sondern wie bildungswirksam\u00bb<\/h2>\n<p class=\"western\">Unter dieser p\u00e4dagogisch essentiellen Pr\u00e4misse von Carl Bossard lassen sich s\u00e4mtliche Texte unserer Sammlung erfassen.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Motivierter dank Lern-Apps?<\/h4>\n<p class=\"western\">KI und Lern-Apps wie Anton sind zweifellos modern \u2013 aber sind sie auch lernwirksam?<\/p>\n<p class=\"western\">K\u00f6nnen KI-Systeme die Ressourcenknappheit, sprich die fehlenden Lehrkr\u00e4fte in allzu heterogenen Klassen l\u00f6sen? Nein, h\u00e4lt der Autor fest, Technik allein l\u00f6st keine p\u00e4dagogischen Probleme. Der p\u00e4dagogische Kernauftrag besteht darin, Kinder fachlich, sozial und personal zu bilden, das kann kein digitales Programm leisten, sondern nur die fachlich gebildete und menschlich f\u00e4hige Lehrerpers\u00f6nlichkeit. Lern-Apps wie Anton sind vielleicht geeignet, Kinder zu motivieren, einen Einsatz zu leisten, um Spielgewinne zu erzielen. Aber nachhaltiges Lernen geht anders. Am besten bleiben Lerninhalte haften, wenn sie in der Beziehung zu einem Lehrer erworben und mit bereits Gelerntem und Erlebtem verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen. Auch \u00dcben und Festigen sind heisse Tipps \u2013 das ist vielleicht nicht so \u00abmodern\u00bb, aber wirksam.<\/p>\n<p class=\"western\">Vor lauter Motivieren durch Lern-Games und KI-Programme d\u00fcrfen wir nicht vergessen: Lernen darf nat\u00fcrlich auch Spass machen, aber es kann manchmal ganz sch\u00f6n anstrengend sein. Ja, es muss anstrengend sein. \u00abWer sein Gehirn nicht fordert\u00bb, schreibt Gioia da Silva (\u00abMehr Schaden als Hilfe\u00bb), \u00abder wird sich in der Tendenz auch seltener an die erlernten Inhalte erinnern. Und wer s\u00e4mtliche Denkaufgaben an Chat-GPT auslagert, trainiert sein eigenes Denken weniger.\u00bb Damit wird einmal mehr best\u00e4tigt: Digitale Ger\u00e4te und Software sollten nur als Hilfsmittel eingesetzt werden, dort wo es sinnvoll ist, und vor allem nicht zu fr\u00fch. Daf\u00fcr wieder mehr lesen mit den Sch\u00fclern und den Schulstoff im Klassenunterricht besprechen \u2013 es hat sich erfreulicherweise bei vielen Lehrkr\u00e4ften herumgesprochen, dass das \u00abmehr bringt\u00bb, das heisst, dass es oft bildungswirksamer ist als das Abarbeiten von Software-Programmen. Und nicht vergessen: Was Kinder und Jugendliche an erster Stelle zum Lernen motiviert, sind nicht bunte Emojs und digitale Lobspr\u00fcche, sondern die Beziehung zum Lehrer, seine Ermutigung und seine klaren R\u00fcckmeldungen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Weg von den Noten?<\/h4>\n<p class=\"western\">Eine solche klare R\u00fcckmeldung sind zum Beispiel Noten. Nat\u00fcrlich gen\u00fcgt dies allein nicht, und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen sie subjektiv gef\u00e4rbt sein. Aber das gilt auch f\u00fcr andere Formen der R\u00fcckmeldungen (zum Beispiel schriftliches oder m\u00fcndliches Feedback). Ein Lehrer, der seine Sch\u00fcler im Auge hat, kennt neben Noten viele andere M\u00f6glichkeiten, ihnen ein Echo zu geben. Manchmal gen\u00fcgt ein Zunicken oder ein ermutigendes oder wertsch\u00e4tzendes Wort. Sinnvoll sind auch konkrete Anleitungen. Ich erinnere mich an das Aufsatzheft meines fremdsprachigen und entmutigten Nachbarskinds (sechste Klasse), mit dem ich fr\u00fcher in Z\u00fcrich gelernt habe. Sie hatte munter drauflosgeschrieben, ohne Ziel und Aufbau, mit vielen, vielen Fehlern in Satzbau, Wortwahl, Grammatik und Rechtschreibung (sogenanntes freies Erz\u00e4hlen). Kommentar der Lehrerin unten auf der Seite: Gut! Ich bemerkte: Du, aber die Fehler hat sie nicht korrigiert. Natascha: Hat es denn Fehler? In sechs Schuljahren hatte sie nur sehr mangelhaft Deutsch gelernt und konnte zudem den eigenen Lernstand in keiner Weise einsch\u00e4tzen. Als sie dann in die Sek B eingeteilt wurde, waren sie und ihre Eltern schockiert. Die Lehrerin hatte es unterlassen, der Sch\u00fclerin ad\u00e4quate R\u00fcckmeldungen zu geben und sie anzuleiten, um ihr echte Lernfortschritte zu erm\u00f6glichen. Da hilft es nichts, ein sogenannt ermutigendes \u00abGut\u00bb unter den Text zu schreiben und auf Noten zu verzichten. Aufgabe der Schule ist es, mit der Klasse die Grundlagen zu erarbeiten und den einzelnen Kindern die Gelegenheit zu geben, ihre Defizite zu korrigieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Das im Artikel \u00abWeg von den Noten\u00bb erw\u00e4hnte \u00abAmpelsystem\u00bb, das Fortschritte statt der absoluten Leistung misst, hat ein St\u00fcck weit vielleicht seine Berechtigung. Aber wir m\u00fcssen aufpassen, dass wir nicht einer vermeintlichen Chancengerechtigkeit aufsitzen: Wenn jedes Kind sein individuelles Lernprogramm hat und wir nur seine eigenen Lernfortschritte bewerten, ohne den Vergleich innerhalb der Klasse einzubeziehen, hat in Wirklichkeit nicht jedes die gleichen Chancen, sondern viele werden auf ihrem schwachen Stand stehengelassen. \u00abIrgendeinmal kommt die Stunde der Wahrheit so oder so\u00bb, schreibt Vera Diaz in ihrem Leserbrief. Und weiter: \u00abEntscheidend ist vielmehr, dass man den Kindern verst\u00e4ndnisvoll hilft und zeigt, wie auch Misserfolge verkraftet werden k\u00f6nnen. Damit erweist man ihnen den besten Dienst f\u00fcr eine erfolgreiche\u00a0Zukunft.\u00bb<\/p>\n<h4 class=\"western\">Vorschl\u00e4ge der SVP sind so neu nicht<\/h4>\n<p class=\"western\">Der Tages-Anzeiger zu den neuesten Vorschl\u00e4gen der SVP: \u00abW\u00e4re die Schule nach den Vorstellungen der SVP gestaltet, w\u00e4re sie wieder wie fr\u00fcher. Die Kinder\u00a0w\u00fcrden sich aufs Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren. Sie w\u00fcrden Gedichte auswendig\u00a0lernen, Diktate schreiben, das kleine und grosse Einmaleins beherrschen. Und: Die Kinder w\u00fcrden\u00a0bei Schuleintritt alle in einer Landessprache reden k\u00f6nnen, sie h\u00e4tten nur noch eine Fremdsprache\u00a0in der Primarschule, sie h\u00e4tten weniger Gsp\u00e4nli mit besonderem F\u00f6rderbedarf in der Klasse und\u00a0auch weniger Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fcler mit Migrationshintergrund.\u00bb<\/p>\n<p class=\"western\">Ich muss zugeben, dass ich wenig Einw\u00e4nde gegen ein solches Konzept habe. Wer kann ernsthaft etwas dagegen haben, dass die Kinder in der Volksschule wieder die schulischen Grundlagen lernen und dass sie m\u00f6glichst gut Deutsch verstehen, wenn sie in die Schule kommen? Nur beim letzten Punkt, einer Obergrenze f\u00fcr Kinder mit Migrationshintergrund, gebe ich dem LCH-Vertreter recht. Es w\u00e4re nicht nur zu teuer, die fremdsprachigen Kinder mit Schulbussen aus der Stadt aufs Land zu fahren und sie dort zu beschulen, sondern w\u00fcrde auch ihrem Bed\u00fcrfnis widersprechen, in ihrem Lebensumfeld und mit ihren Gsp\u00e4nli in die Schule zu gehen. Ausserdem ist der Migrationshintergrund kein taugliches Kriterium. Es gibt fremdsprachige Kinder, die ausgesprochen lernf\u00e4hig und \u2013willig sind und den Anschluss an ihre gleichaltrigen Mitsch\u00fcler ohne grosse M\u00fche finden.<\/p>\n<p class=\"western\">Die restlichen Forderungen sind es jedoch wert, in Betracht gezogen zu werden, auch wenn sie allesamt keine Erfindung der SVP sind. Das beinhaltet eine grunds\u00e4tzliche Revision der Lehrpl\u00e4ne. Damit w\u00e4re die Schule \u00abwieder wie fr\u00fcher\u00bb, kritisiert die Tagi-Redaktorin. Um Carl Bossards Aussage aufzugreifen, sie w\u00e4re nicht \u00abmodern\u00bb, daf\u00fcr bildungswirksam. Die Projekte F\u00f6rderklassen und Verschiebung einer Fremdsprache auf die Oberstufe liegen ja l\u00e4ngst auf den Tischen der kantonalen Bildungsdirektionen oder sind mancherorts bereits umgesetzt.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Deutsch-Vorbereitungsklassen f\u00fcr fremdsprachige Kinder<\/h4>\n<p class=\"western\">Wo die SVP auch bei ihren Kritikern auf offene Ohren st\u00f6sst, ist die Notwendigkeit einer sogenannten sprachlichen Fr\u00fchf\u00f6rderung. Allerdings stellen sich darunter nicht alle dasselbe vor.<\/p>\n<p class=\"western\">Vorbereitungsklassen f\u00fcr Kinder, die zu wenig Deutsch verstehen, um dem Unterricht in der 1.\u00a0Klasse der Regelklasse folgen zu k\u00f6nnen, halte ich f\u00fcr etwas sehr Sinnvolles. Das ist jedoch etwas ganz anderes als das im Tagi-Artikel erw\u00e4hnte Basler Konzept f\u00fcr Dreij\u00e4hrige, die ein paarmal pro Woche an einer deutschsprachigen Spielgruppe teilnehmen. Im Kanton Z\u00fcrich ist laut Schulgesetz schon heute der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) auch in einer vollzeitlichen Aufnahmeklasse m\u00f6glich. Das w\u00e4re f\u00fcr viele Kinder sicher sinnvoller als das \u00fcbliche Hin und Her zwischen DaZ und Regelklasse, vor allem am Beginn ihrer Schulzeit (1. Klasse). In einer DaZ-Vollzeitklasse k\u00f6nnten die Kinder, \u00e4hnlich wie in einer F\u00f6rderklasse, ein oder zwei Semester lang einige Grundlagen in der deutschen Sprache erwerben und anschliessend in der Regelklasse besser den Anschluss finden. Auch hier gilt die Devise: \u00abDie entscheidende Frage ist nicht, wie modern die Schule ist, sondern wie bildungswirksam\u00bb.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun w\u00fcnsche ich Ihnen viel Freude mit unserer abwechslungsreichen Textsammlung.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Marianne W\u00fcthrich<\/i><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"757\" src=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1-1024x757.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1752\" style=\"aspect-ratio:1.3527250767450052;width:684px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1-1024x757.jpg 1024w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1-300x222.jpg 300w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1-768x568.jpg 768w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1-960x710.jpg 960w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Inhalt-1.jpg 1250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-b0dcc706-2745-4c9b-a56d-498685cfb4f8\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Newsletter-260222.pdf\">Newsletter 22.2.2026<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Newsletter-260222.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-b0dcc706-2745-4c9b-a56d-498685cfb4f8\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abDie entscheidende Frage ist nicht, wie modern die Schule ist, sondern wie bildungswirksam\u00bb<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-1750","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-newsletter","7":"h-entry","8":"hentry","9":"h-as-article"},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1750"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1750\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1754,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1750\/revisions\/1754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}