{"id":1725,"date":"2026-01-24T15:38:45","date_gmt":"2026-01-24T14:38:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1725"},"modified":"2026-01-24T16:35:33","modified_gmt":"2026-01-24T15:35:33","slug":"newsletter-vom-25-januar-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1725","title":{"rendered":"Newsletter vom 25. Januar 2026"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-683eb517-9247-4dae-9803-b6e348f028e0\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Newsletter-260125.pdf\">Newsletter vom 25.1.2026<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Newsletter-260125.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-683eb517-9247-4dae-9803-b6e348f028e0\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"western\">Konzentration aufs Wesentliche als Herausforderung f\u00fcr die Schule<\/h2>\n<p class=\"western\">Wir begr\u00fcssen alle Leserinnen und Leser zum Neuen Jahr 2026 und freuen uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen, gerne als Echo auf unseren Newsletter oder vielleicht auch pers\u00f6nlich an einem der n\u00e4chsten Vortrags- und Diskussionsabende des Vereins Starke Volksschule Z\u00fcrich.<\/p>\n<p class=\"western\">Zum Einstieg k\u00f6nnen wir Ihnen zwei Grundsatzartikel anbieten, die alle anderen in unserer Textsammlung aufgeworfenen Fragen sozusagen miteinbeziehen: ein Interview mit Carl Bossard und den eindringlichen Aufruf \u00abH\u00e4nde weg vom digitalen Schnuller\u00bb der NZZ-Journalistin Inna Hartwich an Eltern und P\u00e4dagogen.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">Kernauftrag der Volksschule: Aufbau eines tragf\u00e4higen Fundaments<\/h4>\n<p class=\"western\"><span lang=\"de-CH\">Carl Bossard hebt in seinem Gespr\u00e4ch mit Ren\u00e9 Scheu hervor, dass ein Kind sein Ler<\/span>nen nicht \u00abselbstorientiert\u00bb gestalten kann, sondern ein Gegen\u00fcber braucht, Erwachsene, die es in die Welt und zu sich selbst f\u00fchren. Der Autor erinnert die Volksschule an ihre eigentliche Aufgabe, n\u00e4mlich den Kindern ein Fundament an Grundkenntnissen, Grundfertigkeiten und Grundhaltungen mitzugeben, um sie zu einem Leben als autonome Pers\u00f6nlichkeiten mit sozialer Verantwortung zu bef\u00e4higen. Kein Kind, auch nicht das aufgeweckteste, kann die Aufgaben, die das Leben an uns stellt, allein bew\u00e4ltigen, weil dies nicht der sozialen Natur des Menschen entspricht.<\/p>\n<p class=\"western\">Aus diesem Kern heraus ergeben sich alle anderen Antworten von Carl Bossard auf die Fragen des Interviewers. Zum Beispiel dass kein \u00abCoach\u00bb eine P\u00e4dagogin ersetzen kann, die erfasst, was der einzelne Sch\u00fcler braucht, um Mut zum Lernen zu sch\u00f6pfen oder seine F\u00e4higkeiten erspriesslich einzusetzen. Oder dass der Lehrplan 21 nicht f\u00fcr die Schule taugt, weil er das Lernen auf messbare Teilaspekte reduziert und den Blick f\u00fcr das Wesentliche vermissen l\u00e4sst. Aus p\u00e4dagogischer Sicht h\u00e4lt der Autor die Schaffung von F\u00f6rderklassen und die Verschiebung des Fremdsprachenunterrichts auf die Oberstufe f\u00fcr unabdingbar.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine andere zentrale Aussage von Carl Bossard: Leistung und Menschlichkeit m\u00fcssen nicht in Widerspruch zueinander stehen, sondern sollten beide Teil der humanen Bildung zum selbst\u00e4ndigen und verantwortungsvollen Mitmenschen sein. Bossards Ausf\u00fchrungen m\u00fcnden in einen dringend n\u00f6tigen Mahnruf an die p\u00e4dagogischen Hochschulen: \u00abEs stellt sich die Frage, ob (in der Lehrerbildung) p\u00e4dagogisches Handwerk, Unterrichtsf\u00fchrung und Pers\u00f6nlichkeitsbildung ausreichend gest\u00e4rkt werden.\u00bb<\/p>\n<h4 class=\"western\">Jedes f\u00fcnfte Baby konsumiert bereits im ersten Lebensjahr digitale Medien!<\/h4>\n<p class=\"western\">Das ist leider keine \u00dcbertreibung, sondern das Ergebnis einer Studie, lesen wir in der NZZ. In einer weiteren Studie heisst es, fast jedes dritte Kind im Alter von vier oder f\u00fcnf Jahren habe bereits ein eigenes Tablet! Dazu kommt, dass die Eltern oft selbst auf ihr Handy starren, statt mit dem Kind zu sprechen und auf seine Versuche einzugehen, in Kontakt mit dem Erwachsenen zu kommen. Auf eindr\u00fcckliche Weise beschreibt die Journalistin Inna Hartwich, welche einschneidenden Auswirkungen dieser fatale Irrweg der heutigen Erziehung f\u00fcr das Gem\u00fct und die Pers\u00f6nlichkeitsbildung des kleinen Kindes haben kann.<\/p>\n<p class=\"western\">\u00abDas Gerede, das Kind werde dadurch auf die digitale Welt vorbereitet, ist Quatsch. Das Kleinkind begreift durchs Greifen, es braucht Bewegung und echte Erfahrungen, das L\u00e4cheln und die Stimme der Eltern, eine sichere Bindung. Bis drei sollte es keinen Bildschirm nutzen\u00bb, sagt Psychologe Frank Paulus. Bis drei? Sollten wir die Grenze nicht sp\u00e4ter ansetzen? Im Artikel wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Teil des Grosshirns, der f\u00fcr wichtige Bereiche des menschlichen Empfindens und f\u00fcr die F\u00e4higkeit zur Selbstkontrolle zust\u00e4ndig ist, erst mit rund 25 Jahren ausgereift ist. Wenn wir diese essentielle Tatsache miteinbeziehen, best\u00e4tigt sich die dringende Empfehlung zahlreicher P\u00e4dagogen und Naturwissenschafter, mit der digitalen Ausr\u00fcstung unserer Klassenzimmer erst in der Oberstufe zu beginnen und die IT-Ger\u00e4te nur als Hilfsmittel einzusetzen. Daraus ergibt sich auch der Umgang der Lehrer mit KI in ihrem Klassenzimmer.<\/p>\n<h4 class=\"western\">B\u00fccher und Gespr\u00e4che statt KI-Training im Klassenzimmer<\/h4>\n<p class=\"western\">\u00abKI geh\u00f6rt als Pflichtstoff in den Lehrplan\u00bb, titelte der Tagi zum Jahresschluss 2025. Denn dies geh\u00f6re zur \u00abLebensrealit\u00e4t\u00bb der Kinder. Weil manche Kinder ihre Ufzgi mit KI erledigen, m\u00fcssten die Lehrer \u00abneue Wege finden, ihnen Aufgaben zu geben. Solche, die der Bot nicht erledigen kann.\u00bb Der Lehrberuf m\u00fcsse sich KI anpassen, tut LCH-Chefin Dagmar R\u00f6sler an anderer Stelle kund.<\/p>\n<p class=\"western\">Vielleicht gar nicht so schlecht, wenn unsere Lehrkr\u00e4fte \u00abneue Wege finden\u00bb, allerdings nicht indem KI als zus\u00e4tzlicher Ballast in den Lehrplan gesetzt wird. \u00abMedienkompetenz l\u00e4sst sich integriert vermitteln\u00bb, bemerkt Carl Bossard. Besser w\u00e4re es ohnehin, den Unterricht wieder mehr vom digitalen Hype weg und auf eine kindgem\u00e4sse Entwicklung hin auszurichten. Dass unsere Kinder und Jugendlichen manche Antworten f\u00fcr die L\u00f6sung ihrer Hausaufgaben bei KI holen, k\u00f6nnen wir nicht verhindern. Aber in ihrem Schulzimmer kann die Lehrerin mit ihren Sch\u00fclern B\u00fccher lesen, ein Land im Atlas suchen, Texte auf Papier schreiben und im Gespr\u00e4ch \u00fcberpr\u00fcfen, ob sie ihre Aufgaben auch wirklich verstanden haben.<\/p>\n<p class=\"western\">Das war auch schon vor dem Einzug von KI in die K\u00f6pfe unserer Kinder n\u00f6tig. In einer meiner Berufsschulklassen haben die Sch\u00fcler zum Beispiel im Staatskundeunterricht die politischen Parteien wundersch\u00f6n mit Powerpoint pr\u00e4sentiert, die Inhalte hatten sie samt und sonders gegoogelt. Im Klassengespr\u00e4ch zeigte sich, dass die meisten nicht verstanden hatten, welchen Standpunkt die einzelnen Parteien zu den Staatsausgaben oder zur Familienpolitik einnehmen, und was sie zur Europapolitik des Bundesrates sagen. Die Vermittlung des Wissens durch den Lehrer und die inhaltliche Diskussion mit der Klasse k\u00f6nnen in der staatskundlichen Bildung \u2013 die in der direkten Demokratie unverzichtbar ist \u2013 durch keine Software und keine KI-Texte ersetzt werden. Dasselbe gilt auch f\u00fcr den Aufbau der Grundlagen in allen F\u00e4chern der Volksschule. Passen wir uns also den Herausforderungen der digitalen Welt an, indem wir unsere Kinder in die reale Welt einf\u00fchren!<\/p>\n<h4 class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><b>Auch Dagmar <\/b><\/span>R\u00f6sler<span style=\"font-family: Arial, serif;\"><b> hat es endlich gemerkt\u2026<\/b><\/span><\/h4>\n<p class=\"western\">\u2026<span style=\"font-family: Arial, serif;\">n\u00e4mlich dass die \u00abintegrative Schule\u00bb oder das \u00abinklusionsorientierte Schulsystem\u00bb oder wie immer sie das Ding nennen will, vielleicht doch nicht so ganz das Gelbe vom Ei ist. Eine Umfrage bei den Lehrerinnen und Lehrern des LCH will sie im neuen Jahr machen \u2013 so weit so gut. Die beiden Leserbriefschreiber in unserer Textsammlung nehmen den Meinungsumschwung <\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\">von Frau R\u00f6sler n<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial, serif;\">ach jahrelanger beharrlicher Leugnung irgendwelcher Probleme im integrativen Unterricht mit kritischer Aufmerksamkeit zur Kenntnis. Recht haben sie: Umfragen kann man durch entsprechende Formulierung der Fragen bekanntlich auch in die gew\u00fcnschte Richtung zu steuern versuchen. Zum Beispiel indem man die untauglichen Lerninseln in ein leuchtendes Licht und die F\u00f6rderklassen in den Schatten stellt. Hoffen wir, dass die Befragung der Schweizer Lehrerschaft nicht so tendenzi\u00f6s daherkommt, aber wir werden unser wachsames Auge darauf haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial, serif;\">Nun w\u00fcnsche ich Ihnen eine unterhaltsame Lekt\u00fcre!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><i><span style=\"font-family: Arial, serif;\">Marianne W\u00fcthrich<\/span><\/i><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"829\" src=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1-1024x829.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1729\" style=\"aspect-ratio:1.2322644234075228;width:515px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1-1024x829.jpg 1024w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1-300x243.jpg 300w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1-768x622.jpg 768w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1-960x777.jpg 960w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Inhalt-1.jpg 1038w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-683eb517-9247-4dae-9803-b6e348f028e0\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Newsletter-260125.pdf\">Newsletter vom 25.1.2026<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Newsletter-260125.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-683eb517-9247-4dae-9803-b6e348f028e0\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzentration aufs Wesentliche als Herausforderung f\u00fcr die Schule Wir begr\u00fcssen alle Leserinnen und Leser zum Neuen Jahr 2026 und freuen uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen, gerne als Echo auf unseren Newsletter oder vielleicht auch pers\u00f6nlich an einem der n\u00e4chsten Vortrags- und Diskussionsabende des Vereins Starke Volksschule Z\u00fcrich. 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