{"id":1718,"date":"2025-12-13T15:39:41","date_gmt":"2025-12-13T14:39:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1718"},"modified":"2025-12-13T15:40:48","modified_gmt":"2025-12-13T14:40:48","slug":"newsletter-vom-14-dezember-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1718","title":{"rendered":"Newsletter vom 14. Dezember 2025"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-8e7ec25f-24af-4662-a20e-91cd48282ce9\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Newsletter-251214.pdf\">Newsletter vom 14. Dez 2025<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Newsletter-251214.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-8e7ec25f-24af-4662-a20e-91cd48282ce9\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n<h1 class=\"western\">Hinausgeschobene Hausaufgaben f\u00fcr die Bildungspolitik<\/h1>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #ff0000; font-size: 18pt;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><b>Ein Jahresr\u00fcckblick mit Erwartungen f\u00fcrs kommende Jahr <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Gegen Ende eine Jahres Bilanz zu ziehen, geh\u00f6rt zur Standortbestimmung in Wirtschaft und Politik. Das gilt auch f\u00fcr die Bildungspolitik. Das vergangene Jahr hat einige schulische Baustellen, um die bisher ein grosser Bogen gemacht wurde, stark in den Fokus ger\u00fcckt.<!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\">F\u00f6rderklassen als wichtiger Teil eines flexibleren Schulsystems<\/h4>\n<p class=\"western\">Die gr\u00f6sste Baustelle ist zweifellos die integrative Schule. Nachdem nach Jahren des kostspieligen Experimentierens die Unruhe beim Integrieren verhaltensauff\u00e4lliger Sch\u00fcler in den Regelklassen nicht kleiner, sondern in unz\u00e4hligen Klassen deutlich gr\u00f6sser geworden ist, kam es zum politischen Eklat. Alarmrufe des \u00fcberforderten Lehrpersonals und die zunehmende Sorge um die Schulqualit\u00e4t riefen verantwortungsbewusste Bildungspolitiker auf den Plan. Klassenlehrpersonen forderten eine wirkungsvolle Entlastung, denn der bisherige Stil mit dem Ausweiten der Einzelf\u00f6rderung f\u00fchrte offensichtlich in eine Sackgasse. Die wiederholten Versprechungen von Dozenten der Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik, zus\u00e4tzliches Lehrpersonal zugunsten des Integrationsmodells w\u00fcrde Abhilfe schaffen, hatten sich als unhaltbar erwiesen.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Anstoss zum Handeln erfolgte von mehreren Parteien und engagierten Lehrpersonen gemeinsam, da man dem Leerlauf mit der auf die Spitze getriebenen Einzelf\u00f6rderung nicht l\u00e4nger unt\u00e4tig zusehen wollte. Dennoch war es eine ziemliche \u00dcberraschung, dass die Volksinitiative zur kantonsweiten Wiedereinf\u00fchrung von F\u00f6rderklassen im Z\u00fcrcher Kantonsrat eine deutliche Zustimmung erfuhr. Dieser Durchbruch zeigt, dass die Stimmung in der Integrationsfrage deutlich in Richtung \u00abSeparation bei Bedarf\u00bb gekippt ist. Weniger erfreulich ist jedoch, dass die Z\u00fcrcher Bildungsdirektion in der nachfolgenden Vorlage zur Umsetzung der F\u00f6rderklassen-Initiative nur eine halbherzige Kurskorrektur in der Integrationsfrage erkennen l\u00e4sst.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Die Z\u00fcrcher Bildungsdirektion tut sich schwer mit den F\u00f6rderklassen<\/h4>\n<p class=\"western\">Auf den ersten Blick sieht das neue F\u00f6rderkonzept der Z\u00fcrcher Bildungsdirektion nach einer breiten \u00d6ffnung aus. F\u00f6rderklassen sollen einen festen Platz im Schulsystem erhalten, aber auch Schulinseln stehen den Schulgemeinden zur Wahl. Irritierend bleibt, dass durch die negativen \u00c4usserungen der Bildungsdirektorin zum separativen Weg die F\u00f6rderklassen einmal mehr in ein ung\u00fcnstiges Licht gestellt werden. Das sind schlechte Voraussetzungen, um bei ausgewiesenem Bedarf wirklich F\u00f6rderklassen einf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Es w\u00e4re nicht zielf\u00fchrend, wenn integrative Schulungsformen unter dem Schutz einer dominanten Ideologie weiterhin \u00fcberall Vorrang h\u00e4tten. Deshalb sind die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Modellwahl durch die Gemeinden so zu pr\u00e4zisieren, dass eine Umgehung des klaren Auftrags verhindert wird. Zudem ist die Lehrerbildung besser auf die neuen Anforderungen f\u00fcr den Einsatz von Heilp\u00e4dagogen in F\u00f6rderklassen auszurichten. Nur durch eine Kl\u00e4rung dieser und weiterer Punkte kann ein vern\u00fcnftiger Systemwechsel gelingen.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Das Mehrsprachenkonzept der Primarschule steht gewaltig unter Druck<\/h4>\n<p class=\"western\">Die zweite grosse Baustelle ist das \u00fcberladene Mehrsprachenkonzept der Primarschule. Seit der Einf\u00fchrung einer fr\u00fchen zweiten Fremdsprache ist das Sprachenkonzept ein Dauerthema. Doch erst mit der k\u00fcrzlichen Bekanntgabe der miserablen Ergebnisse einer umfangreichen Studie zum Fr\u00fchfranz\u00f6sisch wurden die Diskussionen richtig heftig. Was die Lehrerschaft l\u00e4ngst wusste, ist nun mit exakten Zahlen belegt. Auch da ist Schulpraktikern klar, dass ein Weiterfahren wie bisher keine erfolgversprechende Option ist. Eine Fremdsprache ab der f\u00fcnften Klasse ist genug, alles andere f\u00fchrt zu einer Verzettelung bei den Lernzielen und zu einem Verdruss vieler Sch\u00fcler gegen\u00fcber unserer Landessprache Franz\u00f6sisch.<\/p>\n<p class=\"western\">Doch diese Erkenntnis scheint bei namhaften Politikern in Bundesbern nicht vorhanden zu sein. Entgegen jeder p\u00e4dagogischen Vernunft wird behauptet, das fr\u00fche Lernen zweier Fremdsprachen sei sinnvoll und st\u00e4rke gar den nationalen Zusammenhalt. Bundesr\u00e4tin Baume-Schneider drohte gar, vom Bund aus einzugreifen, falls sich die Kantone nicht auf eine Verpflichtung zum Fr\u00fchfranz\u00f6sisch einigen k\u00f6nnten. Doch f\u00fcr einmal blieben die meisten kantonalen Lehrerverb\u00e4nde standhaft, indem sie mit Nachdruck darauf pochten, dass das Mehrsprachenkonzept der Primarschule beendigt werden m\u00fcsse. Die Positionen in der Sprachendiskussion sind klar bezogen. Es ist zu hoffen, dass nicht ein ewiges Flickwerk mit Schaden f\u00fcr die Sch\u00fcler weitergef\u00fchrt wird. Vielmehr braucht es jetzt den mutigen Schritt, einen p\u00e4dagogischen Fehlentscheid durch einen deutlichen Kurswechsel zu korrigieren.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Die Evaluation des Lehrplans erweist sich als dringend<\/h4>\n<p class=\"western\">Die Bildungspolitik ist im kommenden Jahr noch in anderen wesentlichen Fragen gefordert. Der neue Lehrplan erweist sich nicht als der mit Pauken und Trompeten angek\u00fcndigte verl\u00e4ssliche Kompass f\u00fcr die Volksschule. Das Jahrhundertwerk ist mit Kompetenzzielen \u00fcberladen und enth\u00e4lt zu viel inhaltliche Beliebigkeit. Eine baldige Evaluation des Lehrplans w\u00e4re sehr zu begr\u00fcssen. Leider ist zu bef\u00fcrchten, dass die EDK diese ungeliebte Befragung noch l\u00e4nger hinausschieben wird. Doch dieses Z\u00f6gern hat seinen Preis. Dazu geh\u00f6rt, dass die kulturbildenden Realienf\u00e4cher Geschichte und Geografie seit ihrer Reorganisation unter dem Titel \u00abR\u00e4ume, Zeiten, Gesellschaften\u00bb in eine bedenkliche Randstellung gelangt sind. Es fehlt in beiden F\u00e4chern ein klarer inhaltlicher Aufbau und in der Lehrerbildung \u00fcberzeugt die zusammengelegte Ausbildung von Geschichte und Geografie in keiner Weise. Die allt\u00e4glichen Erfahrungen mit dem Lehrplan zeigen, dass grosser Handlungsbedarf besteht.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Jahr 2026 bietet einer teils neuen Generation von Bildungspolitikern die Chance, offensichtliche Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Dazu braucht es aber den Mut, radikal die Frage nach der Wirksamkeit von Lernkonzepten zu stellen. Gescheiterte Experimente wie die Totalintegration oder das Mehrsprachenkonzept der Primarschule, aber auch die irritierende \u00dcberf\u00fclle des neuen Lehrplans d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger den Schulalltag negativ beeinflussen. Die aktive Lehrerschaft erwartet zu Recht, dass die Bildungspolitik die aus der Praxis gestellten Hausaufgaben endlich l\u00f6st.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Mit zwei besinnlichen Texten verabschieden wir uns in die Weihnachtspause<\/h4>\n<p class=\"western\">Erw\u00e4hnenswert in einem Jahresr\u00fcckblick ist zweifellos auch die Tatsache, dass Handyverbote an vielen Schulen mit grosser Zustimmung der Eltern eingef\u00fchrt wurden. Offen bleibt, was im kommenden Jahr im Bereich der Sozialen Medien geschieht. Deren Schadenspotenzial f\u00fcr die Jugend ist nicht zu \u00fcbersehen. Australien hat k\u00fcrzlich mit dem Verbot der Ben\u00fctzung von Sozialen Medien f\u00fcr unter 16-J\u00e4hrige eine weltweite Diskussion ausgel\u00f6st. Man darf gespannt sein, welche L\u00f6sung in der EU und in der Schweiz auf diese neue erzieherische Herausforderung gefunden wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir m\u00f6chten das aufw\u00fchlende vergangene Jahr nicht einfach mit dem Hinweis auf grosse Baustellen ausklingen lassen. Wir haben f\u00fcr Sie deshalb mit zwei besinnlichen Beitr\u00e4gen von Carl Bossard einen lesenswerten Schlussakkord gesetzt. Der mitten ins literarische Schaffen eines grossen Autors hineinf\u00fchrende erste Text l\u00e4sst uns die Hektik unserer Zeit vergessen und passt gut in die Adventszeit. Und mit dem abschliessenden Kommentar zu einer Mundart-Ausgabe des ber\u00fchmten Kinderbuchs \u00abLe Petit Prince\u00bb versetzt uns Carl Bossard vollends in eine nachdenkliche Stimmung.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir von der Redaktion, Marianne W\u00fcthrich, Ruedi Richner, Timotheus Bruderer und ich, w\u00fcnschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und alles Gute f\u00fcrs neue Jahr. Wir melden uns nach einer Pause mit dem n\u00e4chsten Newsletter wieder Mitte Januar.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Hanspeter Amstutz <\/i><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"760\" src=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt-1024x760.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1720\" style=\"width:593px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt-1024x760.jpg 1024w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt-768x570.jpg 768w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt-960x713.jpg 960w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Inhalt.jpg 1076w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-8e7ec25f-24af-4662-a20e-91cd48282ce9\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Newsletter-251214.pdf\">Newsletter vom 14. Dez 2025<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Newsletter-251214.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-8e7ec25f-24af-4662-a20e-91cd48282ce9\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinausgeschobene Hausaufgaben f\u00fcr die Bildungspolitik<br \/>\nEin Jahresr\u00fcckblick mit Erwartungen f\u00fcrs kommende Jahr<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1718","post","type-post","status-publish","format-standard","category-newsletter","h-entry","hentry","h-as-article"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1718"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1722,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1718\/revisions\/1722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}