{"id":1622,"date":"2025-05-17T19:20:00","date_gmt":"2025-05-17T17:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1622"},"modified":"2025-05-17T08:44:22","modified_gmt":"2025-05-17T06:44:22","slug":"newsletter-vom-18-mai-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1622","title":{"rendered":"Newsletter vom 18. Mai 2025"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-14aa92cc-0929-4226-97a6-0e6f52a630de\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Newsletter-250518.pdf\">Newsletter vom 18.5.2025<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Newsletter-250518.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-14aa92cc-0929-4226-97a6-0e6f52a630de\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-background\" style=\"background-color:#fce800\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000; font-size: 24pt;\"><strong>Nicht vergessen!<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Veranstaltung: <\/strong><strong>Was die Kleinklasse f\u00fcr ein Kind bedeuten kann<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Montag, 19. Mai, 19.00 Uhr<br>Pfarreizentrum Liebfrauen, Weinbergstr. 36, 8006 Z\u00fcrich<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2>Es braucht eine innere Schulreform mit Einbezug von F\u00f6rderklassen<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">L\u00e4ngeres konzentriertes Lernen in Schulklassen als ein Markenzeichen f\u00fcr hohe Leistungsbereitschaft ist seltener geworden. Heterogene Klassenzusammensetzungen mit erzieherisch unterschiedlich gepr\u00e4gten Kindern stellen Lehrpersonen vermehrt vor herausfordernde F\u00fchrungsaufgaben. Heikel wird es, wenn einzelne Sch\u00fcler durch stark auff\u00e4lliges Verhalten wiederholt den Unterricht st\u00f6ren und ganze Klassen zeitweise durcheinanderbringen.<!--more--> Das aktuelle integrative Modell sieht deshalb vor, dass in schwierigen Situationen Heilp\u00e4dagoginnen die Klassenlehrpersonen unterst\u00fctzen sollen. Doch das aufw\u00e4ndige Konzept ist personalintensiv und besteht oft nur auf dem Papier. Jede Heilp\u00e4dagogin ist durchschnittlich in acht bis zehn Klassen engagiert und oft nicht gerade da, wo es brennt.<\/p>\n<h4>F\u00fcr stark verhaltensauff\u00e4llige Sch\u00fcler gen\u00fcgen \u00abSchulinseln\u00bb nicht<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aufgrund dieser Erfahrungen haben einige Schulen ein Modell entwickelt, bei welchem verhaltensauff\u00e4llige Sch\u00fcler tageweise auf einer \u00abSchulinsel\u00bb separiert betreut werden k\u00f6nnen. Dieses Angebot kann zur Stabilit\u00e4t in den Klassen beitragen, wenn das Modell nicht \u00fcberstrapaziert wird. Kinder und Jugendliche mit tiefliegenden Lernschwierigkeiten jedoch k\u00f6nnen ohne eine Intensivbetreuung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nicht auf die Erfolgsspur zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Wo wie an den meisten Schulen F\u00f6rderklassen fehlen, bleibt f\u00fcr ganz schwierige F\u00e4lle nur noch die Einweisung in ein teures Sonderschulheim. Doch diese sind als Folge des Fehlens von F\u00f6rderklassen chronisch \u00fcberf\u00fcllt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Blick in die Klassenzimmer zeigt, dass es l\u00e4ngst nicht nur Einzelf\u00e4lle sind, welche im Unterricht h\u00e4ufig f\u00fcr Unruhe sorgen. In manchen Klassen sind es bis zu einem halben Dutzend Kinder, die einen intensiven Betreuungsaufwand ben\u00f6tigen oder von Lernzielen befreit werden m\u00fcssen. Doch es w\u00e4re zu simpel, die Schuld f\u00fcr die Lernschwierigkeiten nur bei den verhaltensauff\u00e4lligen Sch\u00fclern zu suchen. Vielmehr f\u00e4llt auf, dass ein starker Individualisierungsdruck mit der Forderung nach massgeschneiderten Lernzielen f\u00fcr jedes Kind die Klassenf\u00fchrung erschwert. Vertreter der Lehrerverb\u00e4nde sehen denn auch in der Verzettelung der Bildungsziele die gr\u00f6sste Herausforderung f\u00fcr die aktuelle Didaktik.<\/p>\n<h4>Das gemeinsame Lernen im Klassenunterricht muss wieder im Zentrum stehen<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Allgemein verbindliche Lernziele im Rahmen einer Klasse hingegen unterst\u00fctzen einen strukturierten Verlauf des Unterrichts mit einem stabilisierenden Effekt. Auch bei klarer Zielorientierung werden Lehrpersonen jedoch stets versuchen, die unterschiedlichen Begabungen der Sch\u00fcler beim gemeinsamen Lernen zu ber\u00fccksichtigen. So kann durch Phasen von Binnendifferenzierung R\u00fccksicht auf das Lerntempo der einzelnen Sch\u00fcler genommen werden. Dies spielt besonders bei der Einf\u00fchrung von grundlegenden Bildungsinhalten eine wichtige Rolle. Die Begabteren wissen, dass sie sich ab und zu etwas gedulden m\u00fcssen, bevor sie ihr Leistungsverm\u00f6gen bei anspruchsvolleren Aufgaben wieder unter Beweis stellen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch die bisherige Praxis der massvollen Individualisierung mit differenzierten St\u00fctz- und F\u00f6rderaufgaben scheint pass\u00e9 zu sein. Neue didaktische Konzepte sehen vor, dass jedes Kind in zentralen F\u00e4chern dort abgeholt wird, wo es sich in seiner kognitiven Entwicklung gerade befindet. Entsprechend vielf\u00e4ltig sind die Bildungsziele und die Lernwege, die es in jedem einzelnen Fall individuell festzulegen gilt. Bei dieser anspruchsvollen Einzelf\u00f6rderung bleibt f\u00fcr gemeinsames Unterrichten wenig Platz.<\/p>\n<h4>Die Verzettelung durch individuelle Lernziele \u00fcberfordert die Lehrkr\u00e4fte<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit diesem didaktischen Kurswechsel verringern sich die bisherigen Anpassungsleistungen der einzelnen Sch\u00fcler an die stabilisierenden Normen des gemeinsamen Klassenunterrichts erheblich. Manche Kinder werden fordernder und ungeduldiger, da sie es sich gewohnt sind, stets Vorfahrt auf ihrem Lernweg zu erhalten. Dabei wird erwartet, dass eine omnipr\u00e4sente Lehrerin als umsichtige Lernbegleiterin \u00fcberall sofort Hilfe leisten kann. Das f\u00fchrt zu viel Hektik und Unruhe im Schulbetrieb.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das neue F\u00f6rderklassenkonzept ist nicht dazu da, um didaktische Fehlentwicklungen der Volksschule auszub\u00fcgeln. Zuerst m\u00fcssen die Anspr\u00fcche an die Individualisierung reduziert und der \u00fcberladene Lehrplan samt schiefem Fr\u00fchsprachenkonzept entschlackt werden. Dazu braucht es eine innere Schulreform mit der R\u00fcckbesinnung auf ein Bildungs-Kernprogramm. Konkret k\u00f6nnte dies unter anderem heissen: Mehr gemeinsamer Klassenunterricht statt selbstorganisiertem Lernen, mehr gr\u00fcndliches Deutschtraining statt Experimente mit Fr\u00fchfremdsprachen und mehr didaktische Freiheiten statt kompetenzgesteuerter schulischer Planwirtschaft.<\/p>\n<h4>Veranstaltung vom 19. Mai in Z\u00fcrich \u00fcber erfolgreiche F\u00f6rderklassen<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00f6rderklassen sind ein unverzichtbarer Teil eines leistungsf\u00e4higen Schulsystems. Sie bilden einen zweckm\u00e4ssigen Mittelbau zwischen einer L\u00f6sung mit Schulinseln und den Sonderschulen. Damit diese wichtigen Kleinklassen ihre Funktion erf\u00fcllen k\u00f6nnen, braucht es mehr qualifiziertes Lehrpersonal mit guten F\u00fchrungskompetenzen. Dies setzt voraus, dass die Hochschule f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik ihr Ausbildungskonzept st\u00e4rker auf die Klassenf\u00fchrung mit herausfordernden Kindern ausrichtet und ihre dogmatische Ablehnung der F\u00f6rderklassen aufgibt. Der Leitsatz \u00abSo viel Integration wie m\u00f6glich, so wenig Separation wie n\u00f6tig\u00bb k\u00f6nnte dabei als Richtlinie f\u00fcr einen pragmatischen Mittelweg dienen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unser Startbeitrag aus der NZZ und die Leserbriefe dazu werden Sie bestens auf unsere Veranstaltung vom 19. Mai in Z\u00fcrich einstimmen. Giorgio Scherrer ist es gelungen, das Bild eines Heilp\u00e4dagogen zu zeichnen, der mit Freude und \u00dcberzeugung eine der wenigen noch vorhandenen F\u00f6rderklassen f\u00fchrt. An unserer Veranstaltung m\u00f6chten wir das Thema schulische Integration vertiefen und offen dar\u00fcber diskutieren. Von zwei erfahrenen Lehrpersonen erhalten Sie aus erster Hand Informationen \u00fcber den erfolgreichen Unterricht in Kleinklassen. Angesprochen werden aber auch die Fehlentwicklungen in unserer Volksschule und die inneren Reformen, die f\u00fcr einen Kurswechsel unumg\u00e4nglich sind.<\/p>\n<h4>Eine Abrechnung mit dem Fr\u00fchsprachenkonzept und ein klares Handyverbot<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn sich Alain Pichard zum Fr\u00fchfranz\u00f6sisch \u00e4ussert, wird hingeh\u00f6rt. Bei seiner Abrechnung mit dem gescheiterten Fr\u00fchfranz\u00f6sisch ab der dritten Klasse im Kanton Bern schl\u00e4gt er ziemlich markige T\u00f6ne an. Schon oft wurde am Mehrsprachenkonzept Kritik ge\u00fcbt, doch diesmal kommen die Protagonisten des gescheiterten Konzepts nicht mehr ungeschoren davon. Der Bieler Lehrer fordert ein radikales Umdenken beim fr\u00fchen Sprachenlernen. Er ist emp\u00f6rt, dass eine so sch\u00f6ne Sprache wie das Franz\u00f6sisch als Folge didaktischer Irrwege und politischer Zw\u00e4ngereien bei den Sch\u00fclern keinen Anklang mehr findet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bemerkenswert ist auch die klare Haltung von Regierungsrat Res Schmid beim Handyverbot in den Nidwaldner Schulen. Der Erziehungsdirektor geht konsequent seinen Weg weiter und findet offensichtlich grossen R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung und bei der Lehrerschaft seines Kantons. Was er p\u00e4dagogisch f\u00fcr richtig h\u00e4lt, setzt er durch und k\u00fcmmert sich wenig um Kritiker, die weit weg von der schulischen Realit\u00e4t sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unsere beiden letzten Beitr\u00e4ge d\u00fcrften keine hohen Wellen werfen. Die neue Direktorin der PHZH nimmt Stellung zu den vielen Teilzeitstellen im Schulbereich und der Dachverband der Lehrerschaft zeigt wenig Lust auf eine Strukturreform der Sekundarschule. Letzterem schliessen wir uns gerne an, denn wir sind \u00fcberzeugt, dass die n\u00f6tigen inneren Reformen jetzt absolute Priorit\u00e4t haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Hanspeter Amstutz<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"790\" src=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1-1024x790.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1624\" style=\"width:622px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1-1024x790.jpg 1024w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1-300x231.jpg 300w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1-768x592.jpg 768w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1-960x740.jpg 960w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Inhalt-1.jpg 1136w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-14aa92cc-0929-4226-97a6-0e6f52a630de\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Newsletter-250518.pdf\">Newsletter vom 18.5.2025<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Newsletter-250518.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-14aa92cc-0929-4226-97a6-0e6f52a630de\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es braucht eine innere Schulreform mit Einbezug von F\u00f6rderklassen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-1622","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-newsletter","7":"h-entry","8":"hentry","9":"h-as-article"},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1622"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1625,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1622\/revisions\/1625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}