{"id":1001,"date":"2022-04-09T17:05:06","date_gmt":"2022-04-09T15:05:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1001"},"modified":"2022-04-09T17:12:56","modified_gmt":"2022-04-09T15:12:56","slug":"newsletter-vom-10-4-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/?p=1001","title":{"rendered":"Newsletter vom 10. 4. 2022"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-5f02cfef-852c-4200-9af9-331f3c415633\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Newsletter-220410.pdf\">Newsletter vom 10.4.2022<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Newsletter-220410.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-5f02cfef-852c-4200-9af9-331f3c415633\">Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<h2>Von Schulproblemen bis zur Ausbildungsstatistik der Bundesverwaltung<\/h2>\n<p>Unsere Textsammlung ist diesmal weniger umfangreich als auch schon, aber nicht weniger aussagekr\u00e4ftig. Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr Eltern und P\u00e4dagogen ist immer die Frage: Was k\u00f6nnen \/ m\u00fcssen wir unseren Kindern mitgeben, damit sie zu jungen Erwachsenen werden, die ihren Alltag und ihre menschlichen Beziehungen positiv und konstruktiv gestalten sowie ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben leisten k\u00f6nnen?<!--more--><\/p>\n<h4>Jugendliche bei der Bew\u00e4ltigung der Anforderungen des Lebens unterst\u00fctzen<\/h4>\n<p>\u00ab60 Prozent der Lehrlinge haben Probleme\u00bb, so eine Studie aus dem Kanton Basel-Stadt, auf die der Tages-Anzeiger verweist. Die ganze Untersuchung finden Sie unter dem angegebenen Link. Man m\u00fcsse psychische Leiden von Jugendlichen ernst nehmen und eine bessere Betreuung in Zusammenarbeit mit den Lehrbetrieben erm\u00f6glichen, so der an der Studie beteiligte Psychologe Niklas Baer. Ja, sicher, aber der kritische Einwand des Journalisten, dass zuweilen \u00abein gewisser Hang zur \u00dcbertherapierung der Jungen besteht\u00bb, ist nicht von der Hand zu weisen.<\/p>\n<p>Als Berufsschullehrerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir einen psychisch oder suchtgef\u00e4hrdeten Lehrling oft am besten \u00ab\u00fcber die Runden bringen\u00bb konnten, wenn die Kooperation zwischen der Schule und dem Lehrbetrieb \u2013 eventuell auch mit den Eltern \u2013 b\u00fcndig war und wir m\u00f6glichst genau erfasst haben, was mit dem Jugendlichen los war und wie wir ihn zum Mittun gewinnen konnten. Selbstverst\u00e4ndlich sind nicht alle Probleme eines jungen Menschen damit gel\u00f6st, dass er seinen Lehrabschluss schafft, und mancher ben\u00f6tigt zus\u00e4tzlich psychologische Hilfe. Aber f\u00fcr die meisten ist es ein essentieller Schritt ins Leben, wenn sie mit den Anforderungen der Realit\u00e4t in Schule und Betrieb fertig werden und in Beziehung mit Lehrern und Mitsch\u00fclern sowie dem Ausbildner und den Mitarbeitern diesen wichtigen Lebensabschnitt bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<h4>Smartphones f\u00fcr Sechsj\u00e4hrige? Bericht vom Vortragsabend der Ostschweizer Kinder\u00e4rzte<\/h4>\n<p>Am Vortragsabend vom 9. M\u00e4rz in St. Gallen zum Thema \u00abDigitalisierung von Schule und Alltag\u00bb ging es einmal mehr um die Auswirkungen eines \u00fcberm\u00e4ssigen digitalen Konsums auf die Kinder und Jugendlichen. Carl Bossard stellt uns in seinem Beitrag dankenswerterweise die Schwerpunkte des Abends vor. In Kombination mit einer h\u00e4uslichen Erziehung, die den Kindern \u00abfast jeden Stein aus dem Weg r\u00e4umt\u00bb, f\u00fchre das stundenlange Alleinlassen schon von Sechsj\u00e4hrigen (!) mit ihrem Smartphone zu einer beunruhigenden Zunahme junger Menschen, die unf\u00e4hig seien, ihr Leben konstruktiv zu bew\u00e4ltigen. Dar\u00fcber referierte der Psychologe und Sachbuchautor R\u00fcdiger Maas aus Augsburg. Prof. Klaus Zierer von der Universit\u00e4t Augsburg stellte die Resultate des Bildungsforschers John Hattie in Bezug auf die Wirksamkeit von digitalem beziehungsweise vom Lehrer pers\u00f6nlich gef\u00fchrten Unterricht vor. Beide Referenten kamen zum selben Schluss, den jede der humanistischen Bildung verpflichtete Fachperson mit ihnen teilt und den auch Carl Bossard in seinem Bericht festh\u00e4lt: Bildung ist ein sozialer Prozess, und kein Medium kann die Beziehung zwischen Lehrer und Sch\u00fcler ersetzen.<\/p>\n<h4>Tagesschule einmal mehr im Fokus der Stadtz\u00fcrcher Politik<\/h4>\n<p>Ganz \u00e4hnlich wie die milliardenschwere \u00abdigitale Revolution\u00bb in der Schule vermag auch ein millionenschwerer Ausbau anderer Gef\u00e4sse wie der Tagesschule es nicht, die Volksschule qualitativ zu verbessern. Dies vertrat unser Vereinsmitglied Yasmine Bourgeois, Schulleiterin und FDP-Gemeinder\u00e4tin in der Stadt Z\u00fcrich, anfangs M\u00e4rz in der Ratsdebatte. Die FDP unterst\u00fctze zwar die Tagesschule, aber nicht die horrenden Summen, welche die Ratslinke f\u00fcr zus\u00e4tzliches Personal und anderes ausgeben wolle. Bourgeois' p\u00e4dagogisch und menschlich ansprechende Argumente lesen Sie im Artikel \u00abFreisinnige lehnen Ausbau der Tagesschule ab\u00bb. Am 6. April wurde nun die fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung von Tagesschulen mit j\u00e4hrlichen Mehrkosten von 51 Millionen Franken von der Mehrheit des Gemeinderates angenommen, gegen eine Minderheit aus FDP und SVP. Die Stadtz\u00fcrcher Bev\u00f6lkerung wird am 3. Juli \u00fcber die definitive Einf\u00fchrung der Tagesschulen abstimmen (\u00abProjekt Tagesschule kommt vors Volk\u00bb).<\/p>\n<h4>Einzigartig hohe Ausbildungsquoten der jungen Erwachsenen in der Schweiz<\/h4>\n<p>Kr\u00f6nender Abschluss unserer Textsammlung bildet eine Studie des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BfS) zum Bildungsweg aller Schweizer Jugendlichen, die 2010 15 Jahre alt waren. Zehn Jahre sp\u00e4ter hielt das BfS fest, wie viele der inzwischen 25-J\u00e4hrigen einen Abschluss der Sekundarstufe II (berufliche Grundbildung oder Matura) erworben hatten. Die Studie finden Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/aktuell\/neue-veroeffentlichungen.assetdetail.20764288.html\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Die Unterschiede, die Sie im Diagramm sehen k\u00f6nnen, sind wenig \u00fcberraschend: In der Schweiz geborene Schweizerinnen und Schweizer weisen am meisten Abschl\u00fcsse auf, im Ausland geborene Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder am wenigsten. Die Matura machen mehr junge Frauen als junge M\u00e4nner. In der Deutschschweiz schliessen etwas mehr Jugendliche die Sek II erfolgreich ab als in der Romandie und im Tessin, daf\u00fcr erwerben dort mehr die Matura. Auch ein Stadt-Land-Unterschied ist erkennbar.<\/p>\n<p>Was den Leser aber wirklich vom Hocker reissen d\u00fcrfte: Ein einmalig hoher Anteil aller jungen Erwachsenen hat einen beruflichen oder gymnasialen Abschluss \u2013 insgesamt 91,4 % der 25-J\u00e4hrigen! Und der Titel des Diagramms, \u00abMigrationshintergrund bremst Lernerfolg\u00bb, ist etwas irref\u00fchrend, denn immerhin haben \u00fcber 85% der in der Schweiz geborenen und fast 80% der im Ausland geborenen Ausl\u00e4nder mit 25 Jahren eine Lehre oder das Gymnasium erfolgreich abgeschlossen. Eine derart erfolgreiche Integration ausl\u00e4ndischer Jugendlicher soll uns einmal jemand nachmachen!<\/p>\n<p>Lassen wir es uns nicht verdriessen, dass die Akademikerquoten in der Schweiz tiefer sind als in vielen anderen L\u00e4ndern. Daf\u00fcr bringt unser durchl\u00e4ssiges duales Berufsbildungssystem rekordhohe Abschlusszahlen hervor, gerade auch bei ausl\u00e4ndischen Jugendlichen, und die Schweizer Jugendarbeitslosigkeit ist die niedrigste weit und breit.<\/p>\n<p>Ganz zum Schluss der Aufsteller \u00abSchule braucht Klartext\u00bb aus der Feder eines ehemaligen Schulpflegers (oder muss es heissen \u00abSchulpflegenden\u00bb?) in der NZZ.<\/p>\n<p>Damit w\u00fcnsche ich Ihnen viel Freude bei der Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p><em>Marianne W\u00fcthrich<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt-1024x583.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1003\" width=\"636\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt-1024x583.png 1024w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt-300x171.png 300w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt-768x437.png 768w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt-1536x874.png 1536w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt-960x546.png 960w, https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Inhalt.png 1728w\" sizes=\"auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a id=\"wp-block-file--media-5fbb4de6-3544-4092-ab13-4078f8f0635a\" href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Newsletter-220410.pdf\">Newsletter vom 10.4.2022<\/a><a href=\"https:\/\/www.starkevolksschulezh.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Newsletter-220410.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download aria-describedby=\"wp-block-file--media-5fbb4de6-3544-4092-ab13-4078f8f0635a\">Herunterladen<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Schulproblemen bis zur Ausbildungsstatistik der Bundesverwaltung Unsere Textsammlung ist diesmal weniger umfangreich als auch schon, aber nicht weniger aussagekr\u00e4ftig. 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